Kooperation mit den Grundschulen

Unser Kindergarten ist dem Erziehungs- und Bildungsauftrag nach bestrebt, alle Fähigkeiten der Kinder zu fördern, die für ihre Weiterentwicklung bedeutsam sind und schließlich auch zur Schulfähigkeit führen. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem Elternhaus.

Es ist uns wichtig, dass die gesamte Kindergartenzeit als Vorbereitung auf die Schule gesehen wird, letztendlich als Vorbereitung auf das Leben selbst.

Unsere Kindertageseinrichtung und die benachbarte Gemeinschaftsgrundschule „Am Beeckbach“ wurden 2010 vom Schulamt des Kreises Heinsberg angefragt, stellvertretend für die Grundschulen und Kindertageseinrichtungen im Kreis die Grundsätze zur Bildungsförderung von Oktober 2010 bis Dezember 2011 als Forschungsnetzwerk zu erproben. Dies erwies sich für beide Institutionen als sehr gewinnbringend.

Die überwiegende Anzahl der Kinder unserer Tageseinrichtung besuchen nach ihrer Kindergartenzeit die zweizügige Gemeinschaftsgrundschule „Am Beeckbach“.
Aufgrund der räumlichen Nähe und der Vielzahl unserer Kinder, die dort eingeschult werden, waren Austausch und Zusammenarbeit schon über viele Jahre gewachsen.
So gestaltete sich diese Aufgabe also nicht gänzlich fremd und neu für uns, sondern wurde durch den gesetzlichen Auftrag lediglich stärker erweitert und professionalisiert.

Die regelmäßigen Treffen und der Austausch zwischen Schul- und Kitaleitung sowie den betreffenden Kollegen und Kolleginnen beider Teams haben sich sehr bewährt. Dort werden Fragen und gegenseitige Erwartungen ausgetauscht. Am Anfang des Schul- bzw. Kindergartenjahres werden Schwerpunkte des kommenden Jahres besprochen, gemeinsame Aktionen festgelegt und terminiert. So entsteht jährlich ein neuer Kooperationskalender.

Im Laufe des letzten Halbjahres vor der Einschulung finden an drei bis vier Terminen zwei Unterrichtsstunden in Mathematik oder Deutsch und Sport gemeinsam mit dem 1. Schuljahr statt.

Das Leseprojekt „Bücherfreunde“, zu dem die angehenden Schulkinder jährlich eingeladen werden, empfinden alle Beteiligten als sehr gelungen. Es verstärkt bei den Kita-Kindern das Interesse an der Schule und bei den Schulkindern den Ehrgeiz, den früheren Freunden Erlerntes voller Stolz vorführen zu können.
 
Die LehrerInnen des jeweils zukünftigen ersten Schuljahres besuchen uns in der Regel vor den Sommerferien im Kindergarten, um so einen ersten Kontakt zu den neuen Schülerinnen herzustellen.

Dabei beobachten sie die Kinder in ihrem Spiel und tauschen sich hinterher mit den Erzieherinnen aus. Dieser Austausch erfolgt nur nach vorheriger Absprache und durch Zustimmung der Erziehungsberechtigten.

So wird den Kindern im letzten Kindergartenjahr die Institution Schule immer mehr vertraut und auch die Anforderungen des §14 des Kibiz NRW erfüllt.
 
Gemeinsam gestaltete Wortgottesfeiern zu St. Martin oder Nikolaus und im Rahmen der Holtumer Oktav bereichern jährlich die religiöse Erziehung.

Bei gemeinsamen Fortbildungen des Personals zu den Themen „Bewegtes Lernen in Kita und Schule“ und „Dyskalkulie“ sowie beim Elternabend zum Thema „Spielend lernen“ fand die Kooperation beider Institutionen ein neues Feld der gelungenen Zusammenarbeit.
 
Es ist uns ein Anliegen, im Interesse eines jeden Kindes, den Transitionsprozess vom Kindergarten zur Schule für alle möglichst optimal zu gestalten. Die Zusammenarbeit beruht auf dem gegenseitigen Verständnis für die je eigenen institutionellen Gegebenheiten.
 
Die Teams beider Einrichtungen sind sich vollkommen im Klaren über die idealen Voraussetzungen (räumliche Nähe, Größe der Schule), die diese Vernetzung planbar möglich macht und freuen sich über weitere Ideen, die die gelungene Zusammenarbeit zu bereichern.
Wir pflegen jedoch auch einen guten Kontakt zu den übrigen Grundschulen Wegbergs, insbesondere wenn Kinder unserer Einrichtung dort eingeschult werden.